Mariendistel

Von der Mariendistel Silybum marianum (L.) werden das Mariendistelkraut (Cardui mariae herba) und die Mariendistelfrüchte (Silybi mariani fructus) verwendet.

Der Geschmack der Pflanze ist bitter, scharf und unangenehm salzig.

Da für das Kraut keine Wirkung belegt werden kann, ist diese heute nur noch selten volksmedizinisch als Teezubereitung bei Galle- und Leberleiden gebräuchlich.
Die Früchte sind dafür umso beliebter und in verschiedenen Zubereitungenzu finden.

Laut der Monographie der Kommission E
werden die Mariendistelfrüchte bei dyspeptischen beschwerden angewandt. Dyspeptische Beschwerden kennzeichnen Beschwerden im Oberbauch. Dies können unter anderem Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Sodbrennen und Aufstoßen beinhalten. Ein pflanzliches Arzneimittel aus der Apotheke, das neben 8 weiteren Pflanzen auch die Mariendistel enthält, ist das Iberogast°, das als Tropfen erhältlich ist. Außer Mariendistel sind noch Angelikawurzel, Iberis amara, Kamille, Kümmel, Melisse, Pfefferminze, Schöllkraut und Süßholz enthalten.
Zubereitungen aus Mariendistelfrüchten finden nach der Monographie der Kommission E Anwendung bei toxischer Leberschäden, zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose.

Der Inhaltsstoff Sylimarin wirkt auch als Antidot (=Gegengift) bei einer Vergiftung mit dem grünen Knollenblätterpilz. Champignons können mit diesem giftigen Knollenblätterpilz verwechselt werden.

Mariendistel ist eine zweijährige Pflanze die bis zu 1,5m hoch wird und neben der schönen purpurfarbenen Blüte diese großen unverwechselbar gezeichneten Blätter mit einer stacheligen Umrandung hat.

Der Name kommt von der Annahme, dass die weiße Blattzeichnung durch die Milch der Jungfrau Maria entstanden ist.

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